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Flüchtlinge in Kerken

In den vergangenen Jahren ist eine große Zahl von Menschen nach Deutschland gekommen, um Schutz vor Verfolgung und Gewalt zu suchen und einen Asylantrag zu stellen. Auch in den kommenden Jahren ist damit zu rechnen, dass Menschen zu uns kommen werden, um hier vorübergehend oder dauerhaft zu leben und Teil unserer Gesellschaft zu werden.

Die Gemeinde Kerken hat die Verpflichtung, etwa 250 Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen. Durch das inzwischen eingeführte "Integrierte Flüchtlingsmanagement" des Bundeamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ist sichergestellt, dass

  • alle ankommenden Asylsuchenden zunächst in einem der bundesweiten Ankuftszentren zentral registriert werden
  • alle Asylsuchenden in den Ankunftszentren auch erkennungsdienstlich behandelt werden
  • nur solche Flüchtlinge zugewiesen werden, die eine hohe Bleibeperspektive haben
  • einheitliche und qualitativ hohe Sicherheitsstandards gewährleistet sind
  • das gesamte Asylverfahren zentral gesteurt und deutlich schneller abgewickelt wird.

Unterbringung

Die Gemeinde Kerken wird in den nächsten Monaten sukzessive Zuweisungen von Flüchtlingen erhalten, deren Unterbringung an verschiedenen Standorten in Containeren, Blockhäusern und in bestehenden Einrichtungen der Gemeinde sowie in angemieteten bzw. zu erwerbenden Objekten erfolgt. Folgende Standorte sind dabei zunächst vorgesehen:

OrtschaftStandortmaximale KapazitätBemerkungen
Aldekerk   
 Hochstraße40bestehende Einrichtung
 Hubertusstraße60ggü. Raiffeisenzentrale
Nieukerk   
 Am Aermen Düwel48nur vorrübergehender Standort²
 Am Weinberg²60Nach Errichtung von Wohnhäusern ab ca. Herbst 2017
 Friedensstraße15 
 Grauelsweg²60Nach Errichtung von Wohnhäusern ab ca. Herbst 2017
 Oststraße60nur vorrübergehender Standort²
 Slousenweg10bestehende Einrichtung
Winternam   
 Alte Schule20bestehende Einrichtung

Die Standorte Am Aermen Düwel und an der Oststraße dienen nur der vorübergehenden Unterbringung und sollen nach Fertigstellung von Häusern in massiver Bauweise durch die Standorte Am Weinberg und am Grauelsweg ersetzt werden.

Bebauungsbeispiel für Blockhäuser

Blockhäuser als Unterbringungsgebäude für Flüchtlinge fügen sich optisch in die nachbarschaftliche Bebauung gut ein.


Ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsbetreuung

Für die Begleitung, Betreuung und die Integration der Flüchtlinge ist die Verwaltung auf ehrenamtliche Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen. Hierbei sind eine Viezahl von Punkten zu beachten, wie zum Beispiel:

  • Koordination ehrenamtlichen Engagements durch einheitliche Ansprechpartner. In der Verwaltung sind das Frau Tanja Kuypers-Koenen (Fachbereich Soziales) und Herr Norbert Heurs (Fachbereich Ordnungswesen). Eine Integrationsbeauftragte bzw. eine Integrationsbeauftragter könnte die Verwaltungsmitarbeiter in Zukunft noch unterstützen und die Flüchtlinge in besonderen Fragen beraten bzw. die Ehrenamtsarbeit koordinieren.
  • Klärung der Bedarfe der Flüchtlinge, um zielgerichtete Angebote zu entwickeln.
  • Schulung von Ehrenamltern, um die unteschiedlichen Kulturen und speziellen Gebräuche der Flüchtlinge zu kennen.
  • Schaffung einer einheitlichen Plattform (z.B. Internetseite) als Informations- und Austauschbasis.
  • Entgegennahme der unterschiedlichen Professionen von Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren wollen.
  • u.v.a.

Ehrenamtliche Mitarbeit bedarf einer zielgerichteten Steuerung und Koordinierung, wenn die große Aufgabe der Integration und des positiven Umgangs miteinander gelingen soll. Die Ausübung eines Ehrenamtes und das Engagement für Flüchtlinge darf nicht zu einer persönlichen Überforderung führen und soll dem Ehrenamtlichen und seiner Familie am Ende genauso gerecht werden wie den Flüchtlingen selbst.


 

 

 

 

 

 


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Ihr direkter Kontakt.

Tanja Kuypers-Koenen


Tel.: 02833 922-138
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Norbert Heurs


Tel.: 02833 922-133
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